„Bohemian Rhapsody“ von Queen auf der Ukulele: ganz große Kunst

Während ich das hier schreibe, höre ich zum dritten Mal eine Version des Queen’schen Meisterwerks „Bohemian Rhapsody“ – und ich habe das Gefühl, nicht genug davon zu bekommen. Der Kerl, der für dieses Wunderwerk verantwortlich ist, heißt Jake Shimabukuro, ist Japaner und zählt zu den ganz Großen seiner Zunft.

Die Virtuosität, mit der Jake „Bohemian Rhapsody“ auf seinem viersaitigen Instrument spielt, sucht wohl seinesgleichen. Ich bin wirklich völlig überwältigt von so viel Fingerfertigkeit und Kunsthandwerk, das Jake in diesen sechseinhalb Minuten zum Besten gibt. Jede Sekunde hält man den Atem an und fragt sich, was kommt als Nächstes .

Danke, Jake, für dieses Feuerwerk. Und danke, Freddy, für deine Komposition.

 

Videotalk: Reinard Mey, was für ein wunderbarer Mensch

Vor ein paar Minuten habe ich diesen Ausschnitt einer Talkshow des NDR entdeckt. Darin gewährt Reinhard Mey zahlreiche Einblicke in sein Leben, in seine Liebe zu seiner Frau Hella und wie seine Lieder entstehen. Dabei ist mir wieder einmal aufgefallen, welch wunderbarer Mensch Reinhard Mey zu sein scheint. Ich sage bewusst „zu sein scheint“, denn wir kennen ja von einem öffentlichen Menschen wie Mey nur die Fassade und nicht sein wahres Ich.

Wobei, Reinhard Mey begleitet mich schon so lange, dass ich zumindest eine Idee davon habe, wie er als Mensch wohl ist, wie er wohl tickt und was ihn wohl jeden Tag antreibt. Denn mit jedem Lied, dass er schreibt (und das sind mittlerweile sehr, sehr viele), gibt er ja einen Teil von sich preis. Und wie er in diesem gut 16 Minuten langen Gespräch mit Giovanni di Lorenzo sagt, haben sich alle seine Lieder genau so zugetragen. Na ja, oder eben fast.

Reinhard Mey begleitet mich fast mein ganzes Leben

Ich habe Reinhard Mey sehr lange sehr regelmäßig gespielt und gesungen, und es war mir immer ein großes Fest. Denn seine Texte sind voller Klugheit, seine Melodien voller Schönheit, dass ich stets Raum und Zeit vergessen habe. Mey hat mich auch oft inspiriert zu eigenen Liedern, die heute allerdings weniger geworden sind. Weil sich meine Musik verändert hat und Reinhard Mey nicht mehr zu den Musikern und Liedermachern zählt, die ich noch regelmäßig höre.

Das sind heute eher Konstantin Wecker oder Hannes Weder, aber auch Vertreter der neuen Generation wie Phillip Poisel oder Gregor Meyle. Und doch wird Mey immer einen Platz in meinem Herzen haben, dafür begleitet er mich schon zu lange. Und das völlig zurecht. Danke dafür, lieber Reinhard!

RIP, Jim Marshall, eine gute letzte Reise

88 Jahre deuten auf ein erfülltes, langes Leben hin. Je nachdem, was man in dieser Zeit alles angestellt hat. Jim Marshall, britischer Unternehmer, hat Zeit seines Lebens eine ganze Menge auf den Weg gebracht. Vor allem diese großartigen Gitarren- und Bassverstärker, die die erste Wahl von Musikern wie Jimi Hendrix, Eric Clapton und vielen anderen waren respektive sind.

Ja, auch ich besitze einen Marshall-Verstärker, und zwar den Acoustic Solist AS80R. Der hat schon einige Jahre auf dem Buckel (so etwa 20), funktioniert aber noch tadellos. Dieser Amplifier hat mir schon beim Gitarrenspiel und Gesang gute Dinge geleistet. Indirekt ist er unter anderem dafür zuständig, dass ich drei wundervolle Kinder habe. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Jim Marshall war ein echter Self-Made-Man: Er eignete sich selber das Grundwissen rund um die Elektrotechnik an, gab Schlagzeugunterricht und gründete 1960 von seinen Gagen ein kleines Musikgeschäft, in dem beispielsweise ein gewisser Pete Townshend einkaufen ging.

Der und andere Kunden hatten ganz bestimmte Vorstellungen für einen Gitarrenverstärker, den Marshall dann anhand dieser Vorgaben baute. Diese Arbeit mündete in meinem Geburtsjahr, also 1962, in der Gründung der Firma Marshall Amplifiers. Damit war eine Legende geboren, die bis heute wundervolle Amplifier baut.

Daher möchte ich sagen: Vielen Dank, Jim Marshall, für Ihre großartige Technik, die mir und anderen Musikern viele, viele unvergessliche Stunden bereit hat. Ruhe in Frieden, und grüßen Sie Leonard Cohen und all die anderen von mir.

Marshall-Trio, quer

Neben dem akustischen Gitarrenverstärker AS80R besitze ich noch eine tolle Boombox und einen wunderbaren Kopfhörer von Marshall.

Micha singt Hannes Wader: „Dat du min Leevsten büst“

Nach all der vielen CeBIT-Messe-Arbeit, den zahlreichen Videos, die ich dort gedreht habe, und den zahlreichen Schnittstunden komme ich endlich dazu, das siebte und letzte Stück meiner Aufnahmesession mit dem werten Alex Fuchs zu veröffentlichen.

Es handelt sich dabei um das wunderschöne Liebeslied „Dat du min Leevsten büst“, das zwar nicht von Hannes Wader stammt, der es aber regelmäßig in den letzten Jahrzehnten seines Künstlerdaseins gespielt und auch aufgenommen hat.

„Dat du min Leevsten büst“ passt eigentlich nicht in die Reihe der Songs, die ich aufgenommen habe, aber ich singe und spiele es einfach gerne. Außerdem habe ich norddeutsche Freunde, denen ich dieses Lied widmen möchte. Außerdem gibt es ein wundervolles Duett mit Hannes Wader und Konstantin Wecker, das ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Aber erst meine Aufnahme, die euch hoffentlich gefällt. Und dann das Video von Hannes und Konstantin, in dem sie „Dat du min Leevsten büst“ wechselseitig singen: Eine Strophe samt Refrain in Plattdeutsch, und dann die bayerische „Übersetzung“ hinterher. Ganz wunderbar!

Sorry für die nicht optimale Video- und Tonqualität…

Von der Kunst, ein musikalisches Meisterwerk aufzunehmen

Eines meiner absoluten Lieblingsstücke von Queen wird im nachfolgenden, fast 30-minütigen Video eindrucksvoll von Brian May höchstpersönlich „seziert“. Dabei geht er Punkt für Punkt auf die einzelnen Stationen der Aufnahme von „Bohemian Rhapsody“ ein und wie sich die einzelnen Sektionen dieses monumentalen Musikstücks am Ende zusammenfügten. Absolut sehenswert und für jeden Musikschaffenden eine echte Inspiration!

Micha singt Leonard Cohen: „Bird on a Wire“

Heute ist es einmal wieder so weit: Das sechste von insgesamt sieben Coversongs, die ich mit Alex aufgenommen habe, geht online. Bei dem Stück handelt es sich um Bird on a Wire des wundervollen Leonard Cohen, der leider Ende letzten Jahres gestorben ist.

Bird on a Wire trägt autobiografische Züge, denn Cohen lebte zu der Zeit, als das Lied entstand, auf der kleinen griechischen Insel Hydra, auf er mit seiner damaligen Freundin Marianne Ihlen aufgrund von Depressionen lebte. Inspiriert von einem Vogel, den er auf einem der dort zunehmenden Telefonmasten entdeckte, begann er mit Bird on a Wire. Kurz darauf begab er sich zurück in die Zivilisation und schrieb das Lied in einem Motel von Hollywood zu Ende.

Bird on a Wire war stets das Introstück seiner Konzerte, weil es für ihn stets „wie nach Hause kommen“ war. Erschienen ist Bird on a Wire 1969 auf Cohens zweitem Studioalbum Songs from a Room.

Daniela Andrade singt Gnarls Barkley – Tolles Cover von „Crazy“

Was für ein tolles, gefühlvolles Cover von „Crazy“, das von Gnarls Barkley stammt. Listen and enjoy!