Englishman in News York-A-Capella-Cover

#28DoB: Wunderbares YouTube-Cover: „Englishman in New York“ (#2)

Ich mochte Sting schon, da trieb er sich noch mit den Jungs von The Police auf den Bühnen dieser Welt herum. Wer erinnert sich nicht an „Message in a Bottle“, „Roxanne“, “ Don’t Stand So Close to Me“ und all die anderen Smashhits der Band. Doch irgendwann hatten Sting am Bass und Mikro, Andy Summers an der Gitarre und Stewart Copeland am Schlagzeug keine Lust mehr auf New Wave, Post-Punk, Reggae und Rock, und so löste sich die Combo 2008 endgültig auf.

Zu diesem Zeitpunkt war Sting schon seit 23 Jahren erfolgreicher Solokünstler. In seiner Hochzeit während der 1980er Jahre erschien 1987 das Album Nothing Like the Sun, auf dem sich unter anderem das wunderbare Stück „Englishman in New York“ befindet. Und genau um das geht es in meinem heutigen YouTube-Cover-Tipp. Denn wenn ich noch etwas sehr mag, ist es A-Capella-Musik. Und so präsentiere ich heute die 6-Mann-Combo „Neri Per Caso“, die das Sting-Stück so wunderbar und so einzigartig interpretieren, dass man fast weinen könnte. Viel Spaß beim Lauschen und Schwärmen!

Open Stage im Pelkovenschlössl

#28DoB: Die Open Stage-/Mic-Szene von München – eine Übersicht

Meine erste Open Stage-Teilname liegt schon eine ganze Weile zurück. Für den, der nichts mit dem Begriff anzufangen weiß: Es handelt sich dabei um eine offene Bühne, die jeder und jede für sich beanspruchen darf, und das entweder nach oder ohne vorheriger Anmeldung.

Die Regeln sind meist identisch: Jede/r Künstler/in bekommt ca. 15 Minuten bzw. drei Lieder Zeit, um seine/ihre Performance abzuliefern. Gage gibt es keine, aber dafür ein sehr dankbares und wohl lauschendes Publikum, das meist keinen Eintritt zahlt.

Für den ein oder anderen Interessierten habe ich die folgende Liste zusammengetragen:

Der Internationale Songwriter-Abend bei Heppel & Ettlich hat schon fast Kultstatus und findet an jedem ersten und dritten Montag Abend ab 20:00 Uhr statt. Falls man spielen und singen will, sollte man schon früher da sein, da die Plätze sehr begehrt sind.

Titus Waldenfels veranstaltet einmal im Monat, und das an einem Montag, im Stragula (Westend) eine Open-Mic-Session. Die nächste Runde findet am 19. Februar statt. Wenn ihr mitmachen wollt, schreibt ihr Titus eine E-Mail oder ruft ihn an (0172-9477191).

Im Arts ’n‘ Boards findet an jedem zweiten Dienstag des Monats eine Open-Mic-Session statt. Die nächste Session ist am 13. Februar, für die man sich wie immer per E-Mail vorher anmelden sollte. Beginn: 19:30 Uhr, Ende 22:30. Tipp: Die Performance ist nicht rein auf Musik beschränkt.

Jeden ersten und dritten Dienstag des Monats kann man in der Gaststätte zum Dülfer seine Musik vortragen. Einlass ist um 20:30 Uhr, und hier gilt: First come, first serve! Sein eigenes Instrument muss man nicht umbedingt dabei haben, da Gitarre und Klavier zur Verfügung stehen.

Entstanden aus dem Stadtteilprojekt „Munich Central“ der Münchner Kammerspiele, bietet das „Import Export“ einmal pro Monat ambitionierten Künstlern und Künstlerinnen eine Bühne. Einlass ist 19:30 Uhr, Beginn um 20:00. Ausnahmsweise kostet der Eintritt, aber nur 5 Euro, zudem werden die Einnahmen einer guten Sache gespendet. Bevorzugt werden MusikerInnen mit eigenen Songs, Anmeldung per E-Mail an Anna Lu. Nächstes Event: 21. Februar.

Das Pelkovenschlössl im Herzen von Moosach veranstaltet einmal im Monat (dritter oder vierter Donnerstag) einen Open Stage-Abend im allerbesten Sinne. Dort bekommen KünstlerInnen sämtlicher Couleur ihre Auftrittsmöglichkeit, die ich schon zweimal genutzt habe und demnächst wieder dort singen und spielen darf. Nächste Session: 22. Februar. Anmeldung per E-Mail, Einlass 19:30, Beginn 20:00.

Jeden Freitag von 21:00 bis 23:30 findet im Cords Club im Herzen von München eine Open Stage-Session statt. Musiker und Stand-up-Comedians bekommen dort gleichermaßen eine Auftrittsgelegenheit. Voranmeldungen laufen per E-Mail.

Im Bagels & Muffins findet an jedem ersten und dritten Freitag ab 18 Uhr ein Open-Mic-Event statt. Voranmeldung gibt es keine, einfach vorbei kommen und musizieren ist hier die Devise.

Im Clubcafé Wildwuchs findet auf der „Offenen Musikbühne“ jeden zweiten und vierten Freitag im Monat eine Open-Mic-Session statt. Komplett unverstärkt treffen sich dort vor allem akustisch veranlagte Musikerinnen und Musiker. Anmeldung ist nicht nötig, los geht’s um 20:00 Uhr.

Kennt ihr noch andere Open-Stage-Events? Dann nur her damit.

#28DoB: Warum ich Gesangsunterricht nehme – und was er mir bringt

Ich mache seit Anfang der 1980er Jahr Musik, und stets war es eine Mischung aus Gesang und Gitarre. Das Gitarre Spielen hab ich mir genauso autodidaktisch angeeignet wie das Singen, nur das ersteres unterstützt wurde von zahlreichen Gitarrenbüchern wie denen des wunderbaren Peter Bursch (wer kennt ihn nicht).

Nur die Singerei, die blieb dabei – ausbildungstechnisch – immer ein wenig auf der Strecke. Und natürlich war mir immer klar, dass meine Stimme nicht so klingt, wie sie klingen könnte. Aber für meine ganz privaten Zwecke und für den ein oder anderen Auftritt auf politischen Veranstaltungen hat es meine Singerei immer getan.

Bis vor gut zwei Jahren. Da hatte ich auf einmal das Gefühl, ich könnte noch mal was für meine Stimmbildung tun. Und so landete ich bei Julia, meiner Gesanglehrerin, die ich schon lange kenne. Denn sich in die Hände eines Gesangslehrers oder -lehrerin zu begeben, erfordert eine ganze Menge Vertrauen – also zumindest in meinem Fall.

Der Gesangsunterricht hat meine Musik verändert

So also begannen wir Anfang 2016 mit unserem gemeinsamen Unterricht, und es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Denn was mit meiner Stimme in diesen zwei Jahren alles passiert ist, lässt sich leider nicht in einen Blogbeitrag packen. Und auch wenn das Tollwood-Team wohl wegen meiner „nicht tragenden und ausgebildeten“ Stimme meine Bewerbung abgelehnt hat, weiß ich doch, was ich kann und was ich mir zutraue. Und das ist im Vergleich zu vor zwei Jahren eine ganze Menge.

Es geht nicht nur um die Gesangsübungen. Die sind zwar wichtig und helfen mir sehr, aber die gemeinsame Stunde mit Julia ist noch viel mehr. Denn sie lehrt mich neben dem Treffen der richtigen Töne, vermehrt auf meine Artikulation zu achten. Zeigt mir, wie ich richtig atme. Und was für mich ganz entscheidend ist: Wie ich einen Song so arrangiere und singe und spiele, dass er noch ein bisschen schöner klingt, das lerne ich von Julia auch. Schließlich sollen sich meine Zuhörer so gut wie möglich unterhalten fühlen.

Musik ist so viel mehr als nur die richtigen Töne

Dazu gehört immer eine bestimmte Stimmung des Liedes, seine ganz eigene Dynamik, die richtige Erzähltechnik, und vieles mehr. Immer, wenn die Gesangsstunde vorbei ist, nehme ich neue und wichtige Erkenntnisse rund um ein Musikstück mit nach Hause. Und das ist mir genauso wichtig wie die richtigen Töne und die perfekte Atmung.

#28DaysofBlogging

#28DoB: Von Wohnzimmerkonzerten und anderen Auftritten

Ja, ihr habt es bestimmt mitbekommen, dass ich auf Tollwood 2018 spielen und singen wollteund sie mich leider nicht dazu eingeladen haben.

So stellte und stellt sich mir die Frage: Wo kann ich denn als „aufstrebender Musiker“ sonst noch spielen außer auf den großen Festivals, deren Beliebtheitsskala recht hoch ist. Nun, hierfür bieten sich diverse Optionen an, von denen ich schon diverse ausprobiert habe.

Wohnzimmerkonzerte: Musizieren mit und für Freude und Bekannte

Wohnzimmerkonzerte haben ein ganz spezielles Flair. Man trifft sich zuhause oder bei Freunden, um für sie zu singen und zu spielen. Das ist vor allem für Musiker mit großem Lampenfieber oder wenig Bühnenerfahrung eine schöne Option, da es sich in vertrauter Runde entspannter singen und spielen lässt als vor unbekanntem Publikum. Und wenn die Stimmung dann besonders gut und ausgelassen ist, kann man das ein oder andere Stück auch gemeinsam intonieren. Die Songtexte können dann zB mithilfe eines Videobeamers an die Wand projiziert werden. Eine coole Sache.

Open Stage-Auftritte: 15 Minuten „Ruhm“

Die Open Stage-Szene in und um München wächst und gedeiht seit Jahren (dazu werde ich am kommenden Mittwoch einen eigenen Beitrag verfassen). Das ist eine sehr schöne und einfache Gelegenheit, sein Repertoire einer kleinen, aber meist sehr interessierten Zuhörerschaft zu präsentieren. Die Regeln sind meist dieselben: Man bekommt 15 bis 20 Minuten bzw. drei Lieder Zeit auf der Bühne geschenkt. Das ist zwar nicht sehr üppig, aber für einen schönen Auftritt allemal ausreichend. Wichtig dabei ist, dass man sich vorher gut warm gesungen und gespielt hat. Denn eine Viertel Stunde ist ganz schön schnell rum.

Kleine und große Kneipen: Unbekanntes Terrain mit und ohne Gage

Einer meiner Cousins hatte mit seiner Band schon diverse Auftritte im Kennedy’s und Kilians, und die zahlen sogar eine halbwegs vernünftige Gage. Beiden Kneipen ist eines gemein: Viele Leute gehen dorthin, um zu feiern und zu trinken, und nicht unbedingt um Musik zu hören. Daher sollte das eigene Repertoire auf jeden Fall zum Ort des Geschehens passen, und man sollte nicht zu viel Aufmerksamkeit erwarten. Je weniger man sich von solch einem Gig erhofft, desto besser fühlt es sich an.

Natürlich kann man auch die kleineren Kneipen und Lokale abklappern, die hin und wieder Live-Musiker spielen und singen lassen. Allerdings sollten man dort nicht von einer Bezahlung ausgehen. Und auch dort erwarten die Leute nicht unbedingt, Live-Musik präsentiert zu bekommen.

 

Tom Waits-Cover Martha

#28DoB: Tolles „Martha“-Cover auf YouTube (#1)

Fester Bestandteil meiner #28DoB-Challenge wird eine Rubrik sein, die ich heute wieder aufleben lasse: YouTube-Cover-Versionen, die ich ganz großartig finde. Bestimmt kennt ihr auch welche, die ihr sehr gerne via Kommentarfeld oder Facebook mit mir teilen dürft.

Das heutige Stück und sein wundervolles Cover stammt von Tom Waits und handelt von zwei ehemaligen Liebenden, die sich nach langer Zeit unverhofft per Telefon wieder treffen. Dabei nimmt der Mann die Rolle des Zurückblickers ein und führt mit der Frau ein Zwiegespräch. Und am Ende macht er ihr ein Liebesgeständnis, womit so nicht unbedingt zu rechnen war. Was für ihn aber wohl ganz klar ist.

„Martha“ entstand 1973 und erschien auf Waits‘ erstem Album, „Closing Time“. Noch im selben Jahr wurde der Song vom seinerzeit wesentlich bekannteren Singer-Songwriter Tim Buckley zum ersten Mal gecovered. Zu den weiteren Künstlern, die „Martha“ für sich entdeckten und neu aufnahmen, zählen Bette Midler (1979) und Meat Loaf (1995).

Meine Coverversion stammt von einem eher unbekannten Sänger namens Giuseppe Satta, der eine unfassbar schöne und sehr stimmungsvolle Version des Tom Waits-Songs aufgenommen hat. Das finde ich so inspirierend, dass ich mir den Text und die Griffe schon besorgt habe und „Martha“ in mein Repertoire aufnehmen werde. Darauf freue ich mich schon sehr!

Und jetzt: Schönes Hören und ganz viel Gänsehaut…

tollwood-festival

#28DoB: Meine Tollwood-Bewerbung – ein Lehrstück in drei Akten

Tag 3 der #28DaysofBlogging wollte ich eigentlich überschreiben mit „Warten auf die Zusage für Tollwood 2018“. Tja, daraus wird leider nix, da die Warterei ein schnelles Ende gefunden hat. Um es kurz zu machen: Ich werde dort im Sommer leider nicht spielen! Aber: Ich habe eine ganze Menge daraus gelernt. Meine Erkenntnisse in drei Akten.

Erster Akt: Die Bewerbung

Angefangen hatte das Ganze, wie ihr im zugehörigen Bewerbungsblogbeitrag nachlesen könnt, auf dem Sommer-Tollwood 2017, wo mich eine liebe Freundin darauf brachte, auf eine der Bühnen zu singen und zu spielen. So also habe ich mich früh um die richtigen Kontakte gekümmert, bin ins „Studio“ gegangen, um meine aktuellen Songs einzuspielen, habe rechtzeitig den Bewerbungs-Blogpostlink an die zuständige Person verschickt – also alles prima. Und dann kam relativ schnell die Absage.

Zweiter Akt: Die Absage

Ich dachte ja zuerst, das würde mich zutiefst schmerzen und für drei Tage außer Gefecht setzen (na ja, vielleicht nicht ganz so dramatisch). Aber nix da, ich habe es so gut es ging akzeptiert, und noch am selben Tag eine Kneipe bei mir in der Nähe angeschrieben, ob es dort Auftrittsmöglichkeiten gibt. Und ein Cousin bekam ebenfalls Post von mir. Der hat nämlich eine eigene Band. Denn eins weiß ich dank der Absage: Ich will und werde weiterhin auftreten, wenn es sich ergibt. Alles andere habe ich ohnehin nicht in der Hand. Außer meiner eigenen Sanges- und Spielkunst.

Dritter Akt: Die Lehren daraus

Denn als einen der Gründe für die Tollwood-Absage nannte die Verantwortliche meine nicht ausreichend ausgebildete und „nicht tragende“ Stimme. Was immer das auch bedeutet, schließlich tritt man da ja nicht ohne Verstärker und anderem Equipment auf. Aber sei’s drum. Ich weiß, was ich kann, kenne das Feedback anderer, das meiner Gesanglehrerin. Alles ist gut.

Aber ich weiß auch: Es geht immer besser. Und es gibt ein Tollwood 2019. Und so werde ich weiter spielen und weiter singen und weiter üben. Und wenn es dann sein soll, wird sich die Gelegenheit noch ergeben. Und außerdem gibt es ja noch andere Möglichkeiten des Auftritts. So wie zum Beispiel am 6. März. Da spiele ich in Murnau im Rahmen eines Open Stage-Events. Und vielleicht ja auch bald in der Kneipe bei mir ums Eck…

 

Cover-Song Zombie von den Cranberries

#28DoB: Cover-Musik – „Zombie“ von den Cranberries

Der Anlass zu meinem derzeit aktuellsten Lieblings-Cover-Stück, „Zombie“ von den Cranberries, ist ein eher trauriger. Also nicht für mich, sondern für all die Menschen, die die Frontfrau der Band, Dolores O’Riordan, verloren haben. Denn Dolores wurde gerade einmal 46 Jahre alt, und das ist viel zu früh.

Was bleiben wird ist das musikalische Erbe, das sie und die Band hinterlassen. Zugegeben, wenn dieser tragische Tod nicht gewesen wäre, wären die Cranberries nicht wieder auf meinem Radar erschienen. Und so spülte die Berichterstattung rund um das Ableben von Dolores zwangsläufig „Zombie“ nach oben. Sei es im Radio, auf YouTube, sonst wo – überall war der vielleicht größte Smashhit der irischen Band zu hören.

Klar kannte ich den Song aus den 90er, der zu dieser Zeit für große Furore sorgte. Aber gehört habe ich ihn seitdem nicht mehr. Umso mehr fühlte ich mich wieder von ihm angezogen, sowohl musikalisch als auch textlich. Selbst wenn „Zombie“ und sein Inhalt nicht mehr ganz up-to-date scheint, ist er angesichts der aktuellen unruhigen Zeiten noch genauso wichtig wie vor mehr als 20 Jahren.

Denn immer noch sterben Menschen einen völlig sinnlosen Tod, weil sie zum falschen Zeitpunkt am falschen Platz sind. Immer noch wird gekämpft und werden Kriege geführt, und keiner versteht, warum. Und noch immer werden hunderte und tausende von Mütterherzen gebrochen, weil ihre Kinder nicht mehr nach Hause kommen. Genau dafür steht dieser Song. Genau deshalb habe ich ihn aufgenommen.

Hintergrund: Entstanden ist „Zombie“ im Jahr 1993, in dem zwei Kinder (Jonathan Ball und Tim Parry) während eines Bombenanschlags der IRA am 20. März 1993 in Warrington getötet wurden. Die IRA ist zwar seit 2005 Geschichte, ihr Vermächtnis ist aber immer noch präsent. Zum Beispiel in Form von „Zombie“.