„Bohemian Rhapsody“ von Queen auf der Ukulele: ganz große Kunst

Während ich das hier schreibe, höre ich zum dritten Mal eine Version des Queen’schen Meisterwerks „Bohemian Rhapsody“ – und ich habe das Gefühl, nicht genug davon zu bekommen. Der Kerl, der für dieses Wunderwerk verantwortlich ist, heißt Jake Shimabukuro, ist Japaner und zählt zu den ganz Großen seiner Zunft.

Die Virtuosität, mit der Jake „Bohemian Rhapsody“ auf seinem viersaitigen Instrument spielt, sucht wohl seinesgleichen. Ich bin wirklich völlig überwältigt von so viel Fingerfertigkeit und Kunsthandwerk, das Jake in diesen sechseinhalb Minuten zum Besten gibt. Jede Sekunde hält man den Atem an und fragt sich, was kommt als Nächstes .

Danke, Jake, für dieses Feuerwerk. Und danke, Freddy, für deine Komposition.

 

Micha singt Hannes Wader: „Dat du min Leevsten büst“

Nach all der vielen CeBIT-Messe-Arbeit, den zahlreichen Videos, die ich dort gedreht habe, und den zahlreichen Schnittstunden komme ich endlich dazu, das siebte und letzte Stück meiner Aufnahmesession mit dem werten Alex Fuchs zu veröffentlichen.

Es handelt sich dabei um das wunderschöne Liebeslied „Dat du min Leevsten büst“, das zwar nicht von Hannes Wader stammt, der es aber regelmäßig in den letzten Jahrzehnten seines Künstlerdaseins gespielt und auch aufgenommen hat.

„Dat du min Leevsten büst“ passt eigentlich nicht in die Reihe der Songs, die ich aufgenommen habe, aber ich singe und spiele es einfach gerne. Außerdem habe ich norddeutsche Freunde, denen ich dieses Lied widmen möchte. Außerdem gibt es ein wundervolles Duett mit Hannes Wader und Konstantin Wecker, das ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Aber erst meine Aufnahme, die euch hoffentlich gefällt. Und dann das Video von Hannes und Konstantin, in dem sie „Dat du min Leevsten büst“ wechselseitig singen: Eine Strophe samt Refrain in Plattdeutsch, und dann die bayerische „Übersetzung“ hinterher. Ganz wunderbar!

Sorry für die nicht optimale Video- und Tonqualität…

Micha singt Leonard Cohen: „Bird on a Wire“

Heute ist es einmal wieder so weit: Das sechste von insgesamt sieben Coversongs, die ich mit Alex aufgenommen habe, geht online. Bei dem Stück handelt es sich um Bird on a Wire des wundervollen Leonard Cohen, der leider Ende letzten Jahres gestorben ist.

Bird on a Wire trägt autobiografische Züge, denn Cohen lebte zu der Zeit, als das Lied entstand, auf der kleinen griechischen Insel Hydra, auf er mit seiner damaligen Freundin Marianne Ihlen aufgrund von Depressionen lebte. Inspiriert von einem Vogel, den er auf einem der dort zunehmenden Telefonmasten entdeckte, begann er mit Bird on a Wire. Kurz darauf begab er sich zurück in die Zivilisation und schrieb das Lied in einem Motel von Hollywood zu Ende.

Bird on a Wire war stets das Introstück seiner Konzerte, weil es für ihn stets „wie nach Hause kommen“ war. Erschienen ist Bird on a Wire 1969 auf Cohens zweitem Studioalbum Songs from a Room.

Daniela Andrade singt Gnarls Barkley – Tolles Cover von „Crazy“

Was für ein tolles, gefühlvolles Cover von „Crazy“, das von Gnarls Barkley stammt. Listen and enjoy!

Micha singt Elvis Presley: „Can’t help falling in Love“

Im August jährt sich der Todestag des großen Elvis Presley zum vierzigsten Mal. Ein sehr guter Grund, einen seiner zahlreichen Lovesongs zu covern – und hier zu veröffentlichen.

Da der „King“ kaum eines seiner Lieder höchstpersönlich geschrieben hat, stammt dieses Stück aus der musikalischen Feder von George David Weiss, Luigi Creatore und Hugo Peretti.

Geschrieben wurde Can’t help falling in Love 1961, und zwar als Szenenlied für den Film Blue Hawaii. Es belegte in zahlreichen Ländern die ersten Plätze der jeweiligen Charts. Ab Ende der 60er Jahre wählte Elvis Presley den Song als Abschlussnummer seiner Liveauftritte aus.

Das Stück wurde sehr oft gecovert, unter anderem von UB40, Bob Dylan, Pearl Jam, U2 – und mir. Außerdem ist er musikalischer Bestandteil des Films Coyote Ugly.

Und jetzt viel Spaß bei meinem Cover von Can’t help falling in Love.

Wunderbares Cover der wunderbaren Nataly Dawn: „For the longest time“

Für den, der es noch nicht entdeckt haben sollte auf diesem Blog: Ich liebe Coversongs! Sie bieten nämlich die einmalige Möglichkeit, das Musikstück eines Sängers oder Singersongwriters auszuwählen, zu transformieren und in seiner ganz eigenen Fassung vorzutragen. Dazu gehört allerdings eine ganze Menge an musikalischer Fertigkeit. Denn ein gutes Cover ist mehr als nur das Nachsingen eines bekannten Stücks.

Eine solche Musikerin mit besagten Fähigkeiten ist die wunderbare Nataly Dawn, die sowohl als Solokünstlerin als auch mit ihrem Mann Jack Conte (als Popduo PomplamooseMusic) schon zahlreiche bekannte und weniger bekannte Musikstücke neu aufgenommen bzw. gecovert hat.

Dazu zählt auch das bekannte Lied „For the longest time“ des großartigen Billy Joel, der zu meinen bevorzugten Musikern gehört. Um zu verstehen, warum ich Natalys Version so toll finde, muss man sich vielleicht erst einmal die Interpretation des Songs im Original anhören.

Wie man unschwer erkennen kann, finden sich in diesem Stück zahlreiche Acapella-Elemente wieder, das Arrangement ist insgesamt sehr rhythmisch aufgebaut, mit einem durchgehenden Beat und Tempo.

Vergleicht man damit die Coverversion von Nataly, scheint es ein ganz anderes Lied zu sein. Da ist nichts von dieser Vitalität, die Billy Joel seinem Musikstück verleiht. Nichts Acapella-haftes. Und doch verströmt die Interpretation von Mrs. Dawn so viel Sinnlichkeit, so viel Gefühl für jedes einzelne Wort, dass es fast weh tut, dem Lied zuzuhören. Okay, nur fast. Mich verzaubert es jedes Mal aufs Neue, und das nicht nur wegen Natalys wundervollen Stimme, sondern auch wegen dieser minimalistischen Gitarrenbegleitung.

Und jetzt: Kopfhörer auf und den süßen Klängen dieser Musikerin gelauscht. Jetzt!

Homerecording leicht gemacht: Dieses Equipment setze ich ein

Jetzt mache ich schon so lange Musik, und doch habe ich mich in all den Jahren nicht an das Aufnehmen meiner Musik herangewagt. Und das, obwohl ich immer von einem eigenen Tonstudio im Keller meiner Wohnung oder meines Hauses geträumt habe. Aber für so ein richtiges Tonstudio mit allem Schnipp und Schnapp darf man schon viele große Scheine locker machen, und daran scheiterte es – bisher.

Denn in Zeiten analoger und digitaler Aufnahmeketten und bezahlbarem Aufnahmeequipment wurde aus dem Traum vom eigenen Tonstudio recht einfach Realität. Das Ganze nennt sich dann Homerecording, was lediglich eine Handvoll guter Zutaten erfordert – von den richtigen Aufnahmebedingungen mal ganz abgesehen. Damit habe ich mein ganz persönliches, auf meine individuellen Ansprüche abgestimmtes Setup gefunden, das wie folgt aussieht:

Aufnahmemikro für kleines Geld: Rode NT1-A

rode-nt1-a-samt-spinne-und-popschutzGute und empfehlenswerte Aufnahmemikros gibt es ziemlich viele, und dabei fällt immer wieder ein Name: Rode NT1-A. Keine Ahnung, wie Rode es schafft, für unter 200 Euro ein Gesangsmikro samt Spinne, Ploppschutz und XLR-Kabel anzubieten, das sogar professionelle Sänger empfehlen.

Ich weiß nur, dass ich mich noch am ersten Tag in dieses Ding verliebt habe und es meine Stimme sehr natürlich und sehr warm abbildet. Ich habe meine sieben Coversongs allesamt mit dem NT1-A aufgenommen – ich finde, die Investition hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Mittlerweile habe ich das Rode-Mikro mithilfe eines Rode Gelenkmikroarms an meinem Schreibtisch befestigt. Damit habe ich das Mikrofon stets griffbereit, ohne dass ein sperriger Mikroständer im Weg herumsteht.

Akustikmikro für Gitarre und mehr: Rode M5-MP

Rode M5-MP und Focusrite Scarlett 2i4Bisher habe ich – aus purer Faulheit und Ignoranz – angenommen, dass sich Gesang und Gitarre prima gleichzeitig aufnehmen lassen. Dass dem nicht so ist, davon musste mich mein „Tonmann“ Alex nicht lange überzeugen.

Da ich künftig das Rohmaterial – sprich: Gesang und Gitarre separat aufgenommen – an Alex weiterleiten möchte, damit er etwas „Schönes“ daraus mixt und mastert, habe ich mir zwei dieser tollen Rode M5-MP geholt. Diese Kleinmembran-Kondensatormikrofone sind sehr gut für die Aufnahme von Gitarren geeignet, weswegen ich sie auch gekauft habe.

Damit ich sie nicht jedes Mal auf zwei separate Mikroständer schrauben muss, die dann nur im Weg herumstehen, habe ich mir für diesen Zweck eine sogenannte Ergänzungsschiene besorgt,  auf denen die zwei Mikros ihren Platz finden. Dieses Schienen-Mikro-Konstrukt befindet sich seit gestern auf einem sehr stabilen Tischständer – und fertig ist das wahrscheinlich kompakteste Gitarren-Stereofonie-Aufnahmeset der Welt – na ja, zumindest meiner Welt.

Audioschnittstelle für unverfälschte Aufnahmen: Focusrite Scarlett 2i4

Mac-Audioschnittstelle Focusrite Scarlett 2i4Als ich Alex von meinem Behringer Mischpult erzählt habe, verdrehte er nur ganz leicht die Augen – und ich wusste, dass ich für bestmögliche Aufnahmeergebnisse diesen Teil meines Equipments schleunigst austauschen sollte. Also folgte ich seiner Empfehlung und holte mir das Focusrite Scarlett 2i4.

Diese Audioschnittstelle wird via USB-Kabel mit meinem MacBook Pro verbunden, und schon stehen zwei ultra-cleane, rauschfreie XLR- resp. Klinkeanschlüsse zur Verfügung. Daran lässt sich dann wahlweise das Rode NT1-A für den Gesang oder die zwei Rode M5-MP für die Gitarrenaufnahme anschließen. Gleichzeitig geht leider nicht, aber das sollte ich ja auch tunlichst vermeiden, wie ich gelernt habe.

Geschlossener Kopfhörer mit hifidelischen Eigenschaften: Marshall Monitor OverEar

Bis dato dachte ich ja, dass mein Sony-Kopfhörer für die Aufnahme und Wiedergabe meiner Musik völlig ausreichend ist. Bis ich vom Marshall Monitor erfahren und sehr schnäppchenjäger-mäßig erworben habe. Ich habe es nicht bereut.

Semiprofessionelle Software fürs Mischen und mehr: Logic Pro X von Apple

Zugegeben, für das Aufnehmen und „Mastern“ meiner Musik habe ich bis dato GarageBand von Apple eingesetzt. Aber auch an dieser Stelle belehrte mich Alex eines Besseren, und so werde ich eines Tages auf Logic Pro X von Apple umsteigen – zumindest für die Aufnahme von Gitarre und Gesang. Für alles andere nehme ich lieber die Alex’schen Dienste in Anspruch. Sicher ist sicher!