#28DaysofBlogging

#28 Days of Blogging: Darum mache ich mit

Als mir vor ein paar Wochen der werte Kollege Karl Fröhlich von #28DaysofBlogging erzählte, war mir gleich klar: Das ist eine schöne Gelegenheit, meinen Musikblog mal wieder aufleben zu lassen. Und so werde ich – hoffentlich – von heute an jeden Tag einen kleineren oder größeren Blogbeitrag verfassen, und zwar zu meinem Lieblingsthema, der Musik.

Denn ich selber mache Musik, und das seit Anfang der 1980er Jahre (ja, ich bin ein alter Sack). Inspiriert durch einen Schulfreund, der eines Abends auf seiner Gitarre Cat Stevens spielte und sang, wusste ich sofort: Das will ich auch können. Und so zeigte er mir die ersten Griffe, und im Laufe der Jahre habe ich mir den Rest selber beigebracht. Keine besondere Gitarrenspielkunst, die ich aufzuweisen habe, und doch: Für meine eigenen Ansprüche ausreichend. Und so spiele und singe ich seit nunmehr mehr als 35 Jahre, und es macht mir immer noch großen Spaß.

Und genau davon soll in den nächsten 28 Tagen (und darüber hinaus) die Rede sein: Was ich singe und spiele, welche Musik mir gefällt, wo man in München spielen und singen kann, wie mein Aufnahme-Workflow aussieht und vieles mehr. Dazwischen werde ich eigene und fremde Cover-Songs vorstellen, die mich berühren und die wichtig geworden sind für mich und in gewisser Weise auch für mein Leben.Ja, darauf freue ich mich schon.

Let’s Rock’n’Roll!

Micha beim Singen und Spielen

Meine Blogbewerbung für das Tollwood-Sommerfestival 2018

Letzten Sommer war’s, da saß ich bei bestem Wetter mit einer lieben Freundin am Andechser Bierzelt des Tollwood-Sommerfestivals, und wir lauschten dem sehr guten Singer-Songwriter-Duo, das dort gerade die Leute unterhielt.

Auf einmal meinte Sigrid: „Mensch, weißte was, nächstes Jahr stehst du da oben und gibst deine Stücke zum Besten!“ Ja, ich weiß, sie mag es, wie ich Cover-Songs interpretiere, aber zunächst war ich mir nicht ganz so sicher, ob sie es wirklich ernst meinte. Aber je länger ich darüber nachdachte, desto besser gefiel mir der Gedanke. Denn ich wusste: Sie meint es ernst. Und ich auch!

Denn ich finde es schön, ab und an vor Leuten zu spielen, und aufs Tollwood gehe ich ebenfalls schon eine ganze Weile. Und was gibt es Schöneres, als an einem lauen Sommerabend oder warmen Nachmittag Menschen mit seinen Lieblingsliedern die Zeit zu vertreiben. Und wenn der Vortrag auch noch gefällt, ist das Glück des Musikers perfekt, oder?!

So also reifte mein Entschluss, auf dem Sommer-Tollwood 2018 mit einer schönen Auswahl an Cover-Songs auf der Bühne am Andechser Zelt (oder gerne auch anderswo) zu spielen und zu singen. Dafür habe ich mich in mein Homerecording-Studio verzogen und fünf meiner aktuellen Lieblings-Coversongs aufgenommen. Auf dass das Tollwood-Bewerbungsteam beschließt: „Ja, den lassen wir bei uns spielen.“

Wenn dem so kommt, sehen wir uns im Sommer auf dem Tollwood. Ich auf der Bühne und ihr im Biergarten, meinem Vortrag zuhörend. Drückt mir dir die Daumen, dass es gelinge!

Ach ja: Ich möchte meinem lieben Freund Alex ganz herzlich für die technische Unterstützung danken! Ohne dich hätte ich das so nicht geschafft, my dearest friend…

Fields of Gold (Sting-Cover)

Es geht weiter auf meinem Musik-Blog: Neue Songs und eine Ankündigung

Ruhig war es hier. Zu lange ruhig. Aber das wird sich ab sofort wieder ändern. Denn es ist ja schließlich nicht so, dass musikalisch nichts passiert wäre im meinem Leben. Im Gegenteil.

So habe ich seit dem letzten Eintrag hier viele neue schöne Lieder einstudiert, die ich gerade sukzessive aufnehmen will, und das aus gutem Grund (dazu am Ende des Beitrags mehr). Auch mit meinem Gesangsunterricht ging und geht es seitdem gut weiter. So treffe mich regelmäßig mit Julia, und diese Gesangsstunden sind so hilfreich. Nicht nur, weil sie mich lehrt, wie ich besser singe, sondern weil sie mir auch hilft, meine Musikstücke besser zu interpretieren. Damit sie noch ein bisschen besser und schöner klingen.

Neue Covers-Songs für einen musikalischen Plan

Beispiele gefällig? Nun, ich beschäftige mich schon seit geraumer Zeit intensiv mit „Believer“ von den Imagine Dragons, die ich nicht kannte bis zu dem Zeitpunkt, als meine Tochter mich darauf aufmerksam machte. Mittlerweile liebe ich diesen Song sehr, weil ich unter anderem darin Teile meiner eigenen Biografie entdeckt habe.

Besonders angetan bin ich von dieser akustischen Unplugged-Version, die mir als Vorbild dient. Wobei ich den Song noch etwas interpretiere als die Imagine Dragons. Doch davon könnt ihr euch schon ganz bald selbst ein Bild machen.

Ein weiteres Stück, das ich aktuell einstudiere, hat einen ziemlich traurigen Hintergrund: So verstarb erst kürzlich völlig unerwartet die Frontfrau der Cranberries, Dolores O’Riordan, im Alter von nur 46 Jahren. In diesem Kontext stieß ich zwangsläufig auf den Smashit der Cranberries, „Zombie“. Dieses Stück gegen Gewalt habe ich sogleich in mein Repertoire aufgenommen und werde es ebenfalls demnächst aufnehmen.

Auch auf meiner Lieblingssongliste steht „Fields of Gold“ von Sting, der mich mittlerweile mein halbes Leben begleitet. Auch hiervon wird es bald eine Cover-Version auf meinem Soundcloud-Kanal zu hören geben.

Tollwood 2018 – hoffentlich mit mir auf der Bühne!

Und warum erzähle und plane ich das alles? Nun, das hat einen speziellen Grund: Ich möchte mich mit diesen und ein, zwei weiteren Stücken für das Tollwood-Sommerfestival bewerben, um dort auf eine der Freilichtbühnen spielen und singen zu dürfen. Das ist mein aktueller Plan, und dafür tue ich gerade eine ganze Menge.

Daher meine Bitte an euch: Drückt mir so gut es geht die Daumen, dass meine Bewerbung erfolgreich sein wird und ich im Sommer im Münchner Olympiapark auftreten darf. Ihr seid auch alle herzlich eingeladen…

„Bohemian Rhapsody“ von Queen auf der Ukulele: ganz große Kunst

Während ich das hier schreibe, höre ich zum dritten Mal eine Version des Queen’schen Meisterwerks „Bohemian Rhapsody“ – und ich habe das Gefühl, nicht genug davon zu bekommen. Der Kerl, der für dieses Wunderwerk verantwortlich ist, heißt Jake Shimabukuro, ist Japaner und zählt zu den ganz Großen seiner Zunft.

Die Virtuosität, mit der Jake „Bohemian Rhapsody“ auf seinem viersaitigen Instrument spielt, sucht wohl seinesgleichen. Ich bin wirklich völlig überwältigt von so viel Fingerfertigkeit und Kunsthandwerk, das Jake in diesen sechseinhalb Minuten zum Besten gibt. Jede Sekunde hält man den Atem an und fragt sich, was kommt als Nächstes .

Danke, Jake, für dieses Feuerwerk. Und danke, Freddy, für deine Komposition.

 

Videotalk: Reinard Mey, was für ein wunderbarer Mensch

Vor ein paar Minuten habe ich diesen Ausschnitt einer Talkshow des NDR entdeckt. Darin gewährt Reinhard Mey zahlreiche Einblicke in sein Leben, in seine Liebe zu seiner Frau Hella und wie seine Lieder entstehen. Dabei ist mir wieder einmal aufgefallen, welch wunderbarer Mensch Reinhard Mey zu sein scheint. Ich sage bewusst „zu sein scheint“, denn wir kennen ja von einem öffentlichen Menschen wie Mey nur die Fassade und nicht sein wahres Ich.

Wobei, Reinhard Mey begleitet mich schon so lange, dass ich zumindest eine Idee davon habe, wie er als Mensch wohl ist, wie er wohl tickt und was ihn wohl jeden Tag antreibt. Denn mit jedem Lied, dass er schreibt (und das sind mittlerweile sehr, sehr viele), gibt er ja einen Teil von sich preis. Und wie er in diesem gut 16 Minuten langen Gespräch mit Giovanni di Lorenzo sagt, haben sich alle seine Lieder genau so zugetragen. Na ja, oder eben fast.

Reinhard Mey begleitet mich fast mein ganzes Leben

Ich habe Reinhard Mey sehr lange sehr regelmäßig gespielt und gesungen, und es war mir immer ein großes Fest. Denn seine Texte sind voller Klugheit, seine Melodien voller Schönheit, dass ich stets Raum und Zeit vergessen habe. Mey hat mich auch oft inspiriert zu eigenen Liedern, die heute allerdings weniger geworden sind. Weil sich meine Musik verändert hat und Reinhard Mey nicht mehr zu den Musikern und Liedermachern zählt, die ich noch regelmäßig höre.

Das sind heute eher Konstantin Wecker oder Hannes Weder, aber auch Vertreter der neuen Generation wie Phillip Poisel oder Gregor Meyle. Und doch wird Mey immer einen Platz in meinem Herzen haben, dafür begleitet er mich schon zu lange. Und das völlig zurecht. Danke dafür, lieber Reinhard!

RIP, Jim Marshall, eine gute letzte Reise

88 Jahre deuten auf ein erfülltes, langes Leben hin. Je nachdem, was man in dieser Zeit alles angestellt hat. Jim Marshall, britischer Unternehmer, hat Zeit seines Lebens eine ganze Menge auf den Weg gebracht. Vor allem diese großartigen Gitarren- und Bassverstärker, die die erste Wahl von Musikern wie Jimi Hendrix, Eric Clapton und vielen anderen waren respektive sind.

Ja, auch ich besitze einen Marshall-Verstärker, und zwar den Acoustic Solist AS80R. Der hat schon einige Jahre auf dem Buckel (so etwa 20), funktioniert aber noch tadellos. Dieser Amplifier hat mir schon beim Gitarrenspiel und Gesang gute Dinge geleistet. Indirekt ist er unter anderem dafür zuständig, dass ich drei wundervolle Kinder habe. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Jim Marshall war ein echter Self-Made-Man: Er eignete sich selber das Grundwissen rund um die Elektrotechnik an, gab Schlagzeugunterricht und gründete 1960 von seinen Gagen ein kleines Musikgeschäft, in dem beispielsweise ein gewisser Pete Townshend einkaufen ging.

Der und andere Kunden hatten ganz bestimmte Vorstellungen für einen Gitarrenverstärker, den Marshall dann anhand dieser Vorgaben baute. Diese Arbeit mündete in meinem Geburtsjahr, also 1962, in der Gründung der Firma Marshall Amplifiers. Damit war eine Legende geboren, die bis heute wundervolle Amplifier baut.

Daher möchte ich sagen: Vielen Dank, Jim Marshall, für Ihre großartige Technik, die mir und anderen Musikern viele, viele unvergessliche Stunden bereit hat. Ruhe in Frieden, und grüßen Sie Leonard Cohen und all die anderen von mir.

Marshall-Trio, quer

Neben dem akustischen Gitarrenverstärker AS80R besitze ich noch eine tolle Boombox und einen wunderbaren Kopfhörer von Marshall.

Micha singt Hannes Wader: „Dat du min Leevsten büst“

Nach all der vielen CeBIT-Messe-Arbeit, den zahlreichen Videos, die ich dort gedreht habe, und den zahlreichen Schnittstunden komme ich endlich dazu, das siebte und letzte Stück meiner Aufnahmesession mit dem werten Alex Fuchs zu veröffentlichen.

Es handelt sich dabei um das wunderschöne Liebeslied „Dat du min Leevsten büst“, das zwar nicht von Hannes Wader stammt, der es aber regelmäßig in den letzten Jahrzehnten seines Künstlerdaseins gespielt und auch aufgenommen hat.

„Dat du min Leevsten büst“ passt eigentlich nicht in die Reihe der Songs, die ich aufgenommen habe, aber ich singe und spiele es einfach gerne. Außerdem habe ich norddeutsche Freunde, denen ich dieses Lied widmen möchte. Außerdem gibt es ein wundervolles Duett mit Hannes Wader und Konstantin Wecker, das ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Aber erst meine Aufnahme, die euch hoffentlich gefällt. Und dann das Video von Hannes und Konstantin, in dem sie „Dat du min Leevsten büst“ wechselseitig singen: Eine Strophe samt Refrain in Plattdeutsch, und dann die bayerische „Übersetzung“ hinterher. Ganz wunderbar!

Sorry für die nicht optimale Video- und Tonqualität…