Micha beim Singen und Spielen

Meine Blogbewerbung für das Tollwood-Sommerfestival 2018

Letzten Sommer war’s, da saß ich bei bestem Wetter mit einer lieben Freundin am Andechser Bierzelt des Tollwood-Sommerfestivals, und wir lauschten dem sehr guten Singer-Songwriter-Duo, das dort gerade die Leute unterhielt.

Auf einmal meinte Sigrid: „Mensch, weißte was, nächstes Jahr stehst du da oben und gibst deine Stücke zum Besten!“ Ja, ich weiß, sie mag es, wie ich Cover-Songs interpretiere, aber zunächst war ich mir nicht ganz so sicher, ob sie es wirklich ernst meinte. Aber je länger ich darüber nachdachte, desto besser gefiel mir der Gedanke. Denn ich wusste: Sie meint es ernst. Und ich auch!

Denn ich finde es schön, ab und an vor Leuten zu spielen, und aufs Tollwood gehe ich ebenfalls schon eine ganze Weile. Und was gibt es Schöneres, als an einem lauen Sommerabend oder warmen Nachmittag Menschen mit seinen Lieblingsliedern die Zeit zu vertreiben. Und wenn der Vortrag auch noch gefällt, ist das Glück des Musikers perfekt, oder?!

So also reifte mein Entschluss, auf dem Sommer-Tollwood 2018 mit einer schönen Auswahl an Cover-Songs auf der Bühne am Andechser Zelt (oder gerne auch anderswo) zu spielen und zu singen. Dafür habe ich mich in mein Homerecording-Studio verzogen und fünf meiner aktuellen Lieblings-Coversongs aufgenommen. Auf dass das Tollwood-Bewerbungsteam beschließt: „Ja, den lassen wir bei uns spielen.“

Wenn dem so kommt, sehen wir uns im Sommer auf dem Tollwood. Ich auf der Bühne und ihr im Biergarten, meinem Vortrag zuhörend. Drückt mir dir die Daumen, dass es gelinge!

Ach ja: Ich möchte meinem lieben Freund Alex ganz herzlich für die technische Unterstützung danken! Ohne dich hätte ich das so nicht geschafft, my dearest friend…

Micha covered Bob Dylan“ Make you feel my love“

Die heutige Veröffentlichung eines weiteren Coversongs, den ich mit Alex aufgenommen habe, hat mit einem Song zu tun, über den ich auf meinem Musikblog bereits geschrieben habe.

Es handelt sich um das wunderbare Liebeslied „Make you feel my love“, das His Bobness Bob Dylan Ende der 1990er Jahre geschrieben hat. Interessanterweise erschien das Stück zunächst auf dem Album Greatest Hits Volume III, das Billy Joel aufgenommen hat. Erst danach kam Make you feel my love unter dem Label von Bob Dylan in die Plattenläden.

Ich habe Make you feel my love erst im letzten Jahr entdeckt, und das, obwohl mich Dylan schon mein ganzes Leben begleitet. Klar, dass ich unter anderem Blowin‘ in the wind, The Times are a-changin‘ und It’s all over now Baby Blue auch schon oft gespielt und gesungen habe – und teilweise immer noch gerne tue. Aber Make you feel my love nimmt eine besondere Rolle in meinem Repertoire ein, was nicht nur am Text und an der Musik liegt.

Na, dann bin ich gespannt, wie euch meine Interpretation von Make you feel my love gefällt. Und bitte daran denken: Das Stück klingt mit einem Kopfhörer oder Ohrstöpseln am allerbesten.

 

 

Micha singt Bob Dylan: „It ain’t me Babe!“

Jetzt ist es endlich so weit: Ich präsentiere das erste von sieben Coverstücken, die ich mit Alex Fuchs aufgenommen habe. Das macht mich ja schon ein klein bisschen stolz…

Bei dem Coversong handelt es sich um das wundervolle „It ain’t me Babe“, das Bob Dylan 1963 geschrieben und 1964 auf seinem vierten Album Another Side of Bob Dylan veröffentlich hat. Darin thematisiert er unter anderem die kurze, aber intensive Beziehung zu Joan Baez, die ihn gerne nach ihrer Fasson geformt hätte.

You’re looking for someone to pick you up each time you fall
To gather flowers constantly, and to come each time you call […]
But it ain’t me Babe!

Später wurde das Stück zahlreich gecovert, so auch von Johnny Cash, gemeinsam mit seiner wunderbaren Frau June Carter. Die für mich schönste Version stammt allerdings von Kesha, worüber ich ja schon gebloggt habe.

So, und nun wünsche ich euch schönes Hören meiner Cover-Version von It ain’t me Babe. Ich hoffe, es gefällt euch genauso wie mir. Tipp: Am besten kommt die tolle Aufnahmequalität von Alex mit Kopfhörern bzw. Ohrstöpseln zur Geltung.

Darum mag ich dieses Cover von „Make you feel my love“ so sehr

1997 war es, da hat Bob Dylan dieses wundervolle Liebeslied Make you feel my love geschrieben. Interessanterweise hat er das Stück nicht selber als erster aufgenommen, sondern Billy Joel höchstpersönlich. Der Song erschien auf Joels Album Greatest Hits Volume III und erreichte immerhin Platz 50 der amerikanischen Billboard Hot 100. Im selben Jahr erschien Make you feel my love auf Dylans 30. Album mit dem Titel Time Out of Mind. 

Seitdem haben sich zahlreiche Künstler an diesem Liebeslied probiert: Garth Brooks, Neil Diamond, Bryan Ferry, Ronan Keating und viele andere. Und natürlich auch die großartige Adele hat ihre ganz persönliche Version von Make you feel my love aufgenommen, mit der sie Anfang Oktober 2010 bis auf Platz 4 der britischen Charts kletterte.

Meine persönliche Lieblingsversion des Dylan-Liebeslieds stammt allerdings von keinem der hier aufgeführten Künstler. Nein, mein Favorit stammt vom hierzulande eher unbekannten Musiker und Sänger ortoPilot.

Mit seiner sehr gefühlvollen und vor allem gitarristisch brillanten Version von Make you feel my love berührt er mich und mein Musikerherz jedes Mal wieder aufs Neue. Vor allem die perfekte Kombination aus Gesang und Gitarrenspiel haben einen nachdrücklichen Eindruck bei mir hinterlassen. Seitdem versuche ich mich an seiner Version, und das mehr oder weniger erfolgreich. Aber das sollen eher andere beurteilen.

Mein absolutes Lieblingscover von „It ain’t me, Babe“ (Bob Dylan)

Es gibt zahlreiche tolle Coverversionen des Dylan-Klassikers „It ain’t me, Babe“. Ob die legendäre Aufnahme von Johnny Cash und June Carter, die sehr gefühlvolle Aufnahme der wundervollen Joan Baez oder die großartige Interpretation der äußerst begabten Haley Heynderickx – alle sind auf ihre Art berührend und einzigartig.

Was mich aber immer wieder umhaut ist die folgende Version von Kesha. Nicht nur, weil man es dieser Künstlerin nicht unbedingt zutraut, sondern weil sie es so unaufgeregt und mit einem minimalistisch reduziertem Arrangement vorträgt. Absoluter Gänsehautalarm! Aber sehr und hört selbst…