Cover-Song Zombie von den Cranberries

#28DoB: Cover-Musik – „Zombie“ von den Cranberries

Der Anlass zu meinem derzeit aktuellsten Lieblings-Cover-Stück, „Zombie“ von den Cranberries, ist ein eher trauriger. Also nicht für mich, sondern für all die Menschen, die die Frontfrau der Band, Dolores O’Riordan, verloren haben. Denn Dolores wurde gerade einmal 46 Jahre alt, und das ist viel zu früh.

Was bleiben wird ist das musikalische Erbe, das sie und die Band hinterlassen. Zugegeben, wenn dieser tragische Tod nicht gewesen wäre, wären die Cranberries nicht wieder auf meinem Radar erschienen. Und so spülte die Berichterstattung rund um das Ableben von Dolores zwangsläufig „Zombie“ nach oben. Sei es im Radio, auf YouTube, sonst wo – überall war der vielleicht größte Smashhit der irischen Band zu hören.

Klar kannte ich den Song aus den 90er, der zu dieser Zeit für große Furore sorgte. Aber gehört habe ich ihn seitdem nicht mehr. Umso mehr fühlte ich mich wieder von ihm angezogen, sowohl musikalisch als auch textlich. Selbst wenn „Zombie“ und sein Inhalt nicht mehr ganz up-to-date scheint, ist er angesichts der aktuellen unruhigen Zeiten noch genauso wichtig wie vor mehr als 20 Jahren.

Denn immer noch sterben Menschen einen völlig sinnlosen Tod, weil sie zum falschen Zeitpunkt am falschen Platz sind. Immer noch wird gekämpft und werden Kriege geführt, und keiner versteht, warum. Und noch immer werden hunderte und tausende von Mütterherzen gebrochen, weil ihre Kinder nicht mehr nach Hause kommen. Genau dafür steht dieser Song. Genau deshalb habe ich ihn aufgenommen.

Hintergrund: Entstanden ist „Zombie“ im Jahr 1993, in dem zwei Kinder (Jonathan Ball und Tim Parry) während eines Bombenanschlags der IRA am 20. März 1993 in Warrington getötet wurden. Die IRA ist zwar seit 2005 Geschichte, ihr Vermächtnis ist aber immer noch präsent. Zum Beispiel in Form von „Zombie“.

Micha beim Singen und Spielen

Meine Blogbewerbung für das Tollwood-Sommerfestival 2018

Letzten Sommer war’s, da saß ich bei bestem Wetter mit einer lieben Freundin am Andechser Bierzelt des Tollwood-Sommerfestivals, und wir lauschten dem sehr guten Singer-Songwriter-Duo, das dort gerade die Leute unterhielt.

Auf einmal meinte Sigrid: „Mensch, weißte was, nächstes Jahr stehst du da oben und gibst deine Stücke zum Besten!“ Ja, ich weiß, sie mag es, wie ich Cover-Songs interpretiere, aber zunächst war ich mir nicht ganz so sicher, ob sie es wirklich ernst meinte. Aber je länger ich darüber nachdachte, desto besser gefiel mir der Gedanke. Denn ich wusste: Sie meint es ernst. Und ich auch!

Denn ich finde es schön, ab und an vor Leuten zu spielen, und aufs Tollwood gehe ich ebenfalls schon eine ganze Weile. Und was gibt es Schöneres, als an einem lauen Sommerabend oder warmen Nachmittag Menschen mit seinen Lieblingsliedern die Zeit zu vertreiben. Und wenn der Vortrag auch noch gefällt, ist das Glück des Musikers perfekt, oder?!

So also reifte mein Entschluss, auf dem Sommer-Tollwood 2018 mit einer schönen Auswahl an Cover-Songs auf der Bühne am Andechser Zelt (oder gerne auch anderswo) zu spielen und zu singen. Dafür habe ich mich in mein Homerecording-Studio verzogen und fünf meiner aktuellen Lieblings-Coversongs aufgenommen. Auf dass das Tollwood-Bewerbungsteam beschließt: „Ja, den lassen wir bei uns spielen.“

Wenn dem so kommt, sehen wir uns im Sommer auf dem Tollwood. Ich auf der Bühne und ihr im Biergarten, meinem Vortrag zuhörend. Drückt mir dir die Daumen, dass es gelinge!

Ach ja: Ich möchte meinem lieben Freund Alex ganz herzlich für die technische Unterstützung danken! Ohne dich hätte ich das so nicht geschafft, my dearest friend…