Micha singt Hannes Wader: „Dat du min Leevsten büst“

Nach all der vielen CeBIT-Messe-Arbeit, den zahlreichen Videos, die ich dort gedreht habe, und den zahlreichen Schnittstunden komme ich endlich dazu, das siebte und letzte Stück meiner Aufnahmesession mit dem werten Alex Fuchs zu veröffentlichen.

Es handelt sich dabei um das wunderschöne Liebeslied „Dat du min Leevsten büst“, das zwar nicht von Hannes Wader stammt, der es aber regelmäßig in den letzten Jahrzehnten seines Künstlerdaseins gespielt und auch aufgenommen hat.

„Dat du min Leevsten büst“ passt eigentlich nicht in die Reihe der Songs, die ich aufgenommen habe, aber ich singe und spiele es einfach gerne. Außerdem habe ich norddeutsche Freunde, denen ich dieses Lied widmen möchte. Außerdem gibt es ein wundervolles Duett mit Hannes Wader und Konstantin Wecker, das ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Aber erst meine Aufnahme, die euch hoffentlich gefällt. Und dann das Video von Hannes und Konstantin, in dem sie „Dat du min Leevsten büst“ wechselseitig singen: Eine Strophe samt Refrain in Plattdeutsch, und dann die bayerische „Übersetzung“ hinterher. Ganz wunderbar!

Sorry für die nicht optimale Video- und Tonqualität…

Micha singt Leonard Cohen: „Bird on a Wire“

Heute ist es einmal wieder so weit: Das sechste von insgesamt sieben Coversongs, die ich mit Alex aufgenommen habe, geht online. Bei dem Stück handelt es sich um Bird on a Wire des wundervollen Leonard Cohen, der leider Ende letzten Jahres gestorben ist.

Bird on a Wire trägt autobiografische Züge, denn Cohen lebte zu der Zeit, als das Lied entstand, auf der kleinen griechischen Insel Hydra, auf er mit seiner damaligen Freundin Marianne Ihlen aufgrund von Depressionen lebte. Inspiriert von einem Vogel, den er auf einem der dort zunehmenden Telefonmasten entdeckte, begann er mit Bird on a Wire. Kurz darauf begab er sich zurück in die Zivilisation und schrieb das Lied in einem Motel von Hollywood zu Ende.

Bird on a Wire war stets das Introstück seiner Konzerte, weil es für ihn stets „wie nach Hause kommen“ war. Erschienen ist Bird on a Wire 1969 auf Cohens zweitem Studioalbum Songs from a Room.

Micha singt Elvis Presley: „Can’t help falling in Love“

Im August jährt sich der Todestag des großen Elvis Presley zum vierzigsten Mal. Ein sehr guter Grund, einen seiner zahlreichen Lovesongs zu covern – und hier zu veröffentlichen.

Da der „King“ kaum eines seiner Lieder höchstpersönlich geschrieben hat, stammt dieses Stück aus der musikalischen Feder von George David Weiss, Luigi Creatore und Hugo Peretti.

Geschrieben wurde Can’t help falling in Love 1961, und zwar als Szenenlied für den Film Blue Hawaii. Es belegte in zahlreichen Ländern die ersten Plätze der jeweiligen Charts. Ab Ende der 60er Jahre wählte Elvis Presley den Song als Abschlussnummer seiner Liveauftritte aus.

Das Stück wurde sehr oft gecovert, unter anderem von UB40, Bob Dylan, Pearl Jam, U2 – und mir. Außerdem ist er musikalischer Bestandteil des Films Coyote Ugly.

Und jetzt viel Spaß bei meinem Cover von Can’t help falling in Love.

Micha covered Bob Dylan“ Make you feel my love“

Die heutige Veröffentlichung eines weiteren Coversongs, den ich mit Alex aufgenommen habe, hat mit einem Song zu tun, über den ich auf meinem Musikblog bereits geschrieben habe.

Es handelt sich um das wunderbare Liebeslied „Make you feel my love“, das His Bobness Bob Dylan Ende der 1990er Jahre geschrieben hat. Interessanterweise erschien das Stück zunächst auf dem Album Greatest Hits Volume III, das Billy Joel aufgenommen hat. Erst danach kam Make you feel my love unter dem Label von Bob Dylan in die Plattenläden.

Ich habe Make you feel my love erst im letzten Jahr entdeckt, und das, obwohl mich Dylan schon mein ganzes Leben begleitet. Klar, dass ich unter anderem Blowin‘ in the wind, The Times are a-changin‘ und It’s all over now Baby Blue auch schon oft gespielt und gesungen habe – und teilweise immer noch gerne tue. Aber Make you feel my love nimmt eine besondere Rolle in meinem Repertoire ein, was nicht nur am Text und an der Musik liegt.

Na, dann bin ich gespannt, wie euch meine Interpretation von Make you feel my love gefällt. Und bitte daran denken: Das Stück klingt mit einem Kopfhörer oder Ohrstöpseln am allerbesten.

 

 

Micha singt Cover: „Piano Man“von Billy Joel

Micha singt Billy Joel "Piano Man"

Micha singt Billy Joel’s „Piano Man“

Gestern hatte ich es angekündigt, und was man verspricht, sollte man auch halten. Daher folgt an dieser Stelle mein drittes Cover, das ich zusammen mit Alex aufgenommen habe. Sein Titel, wie konnte es anders sein: Piano Man vom wundervollen Billy Joel.

Wie ich schon verraten habe, handelt es sich um eine seiner frühen Lieder, das er 1973 geschrieben und veröffentlicht hat. Es weist autobiografische Züge auf, denn der Klavierspieler, den er da beschreibt, stellt ihn wohl selber dar. Und auch der Barmann namens John war im echten Leben sein Freund.

Ich mag dieses Lied, da es mich auf unterschiedlichen Ebenen anspricht. Weil es von einem Musiker handelt, der den Gestrandeten und Hoffnungslosen in einer Bar mit seinen Liedern ein wenig Hoffnung zurückgibt. Weil die Rede von einem Menschen ist, der sich ganz sicher ist, dass er viel mehr erreichen könnte, wenn er an einem besseren Ort wäre. Und weil das Klavier nach Karneval und das Mikrofon nach Bier riecht. Sind das nicht großartige Metaphorismen?!

Traditionell spielt Billy Joel Piano Man mit einer Mundharmonika. Ich hoffe, ihr könnt mir es nachsehen, dass ich in meiner Coverversion darauf verzichte und dass euch mein Piano Man trotzdem gefällt. Na dann: Kopfhörer aufgesetzt und die Regler nach rechts!

Micha singt Bob Dylan: „It ain’t me Babe!“

Jetzt ist es endlich so weit: Ich präsentiere das erste von sieben Coverstücken, die ich mit Alex Fuchs aufgenommen habe. Das macht mich ja schon ein klein bisschen stolz…

Bei dem Coversong handelt es sich um das wundervolle „It ain’t me Babe“, das Bob Dylan 1963 geschrieben und 1964 auf seinem vierten Album Another Side of Bob Dylan veröffentlich hat. Darin thematisiert er unter anderem die kurze, aber intensive Beziehung zu Joan Baez, die ihn gerne nach ihrer Fasson geformt hätte.

You’re looking for someone to pick you up each time you fall
To gather flowers constantly, and to come each time you call […]
But it ain’t me Babe!

Später wurde das Stück zahlreich gecovert, so auch von Johnny Cash, gemeinsam mit seiner wunderbaren Frau June Carter. Die für mich schönste Version stammt allerdings von Kesha, worüber ich ja schon gebloggt habe.

So, und nun wünsche ich euch schönes Hören meiner Cover-Version von It ain’t me Babe. Ich hoffe, es gefällt euch genauso wie mir. Tipp: Am besten kommt die tolle Aufnahmequalität von Alex mit Kopfhörern bzw. Ohrstöpseln zur Geltung.

Wenn Konzerte zu Legenden werden: Johnny Cash im San Quentin 1969

Johnny Cash- At San Quentin (1969).jpg

Johnny Cash live im San Quentin Staatsgefängnis

Heute auf den Tag genau vor 48 Jahren, also am 24. Februar 1969 (da ging ich noch nicht mal zur Schule), nahm eines meiner musikalischen Vorbilder, Johnny Cash, sein legendäres Album „At San Quentin“ auf. Die Platte hielt sich damals 20 Wochen lang auf Platz 1 der Billboard Country Album Charts und ist eines der bemerkenswertesten Aufnahmen von Johnny Cash ever.

Das liegt vor allem an dem Publikum, das zu diesem Konzert „geladen“ war: Es handelte sich um die Gefangenen des San Quentin Staatsgefängnisses, wo Cash bereits zum vierten Mal spielen durfte. Und das sehr zur Freude der Inhaftierten, der ihn für echt und authentisch hielten. Cash hielt ebenfalls große Stück auf sein Auditorium: Strafgefangene seien das beste Publikum der Welt.

Mit von der Partie war auch seine wundervolle Frau, June Carter, so wie die Carter Family und die Statier Brothers. Während des fast 60 Minuten dauernden Konzerts spielte Cash zum ersten Mal seinen Klassiker „A Boy named Sue“, aber auch ein Stück, das er am Nachmittag des Konzerts geschrieben hatte. Sein Titel: San Quentin, das die anwesenden Zuhörer immer wieder mit allergrößtem Jubel quittierten. Das hatte unter anderem mit Zeilen wie San Quentin, may you rot and burn in hell und Do you think I’ll be different when you’re through zu tun.

Im Jahr 2000 wurde das Album digital auf CD wiederöffentlicht. Darauf zu hören sind alle originalen Songs von Johnny Cash, aber auch neun neue Stücke sind darauf.